Amerikanische Faulbrut der Bienen
Die Bakterien vermehren sich in der Brut und zersetzen die Larven zu einer zähen Masse, die im Extremfall Milliarden von infektiösen Dauersporen enthalten kann. Diese Dauersporen sind extrem widerstandsfähig und bleiben in Honig und Wachs lange aktiv, wodurch sie von erwachsenen Arbeiterinnen in das Volk eingeschleppt werden können. Über kurz oder lang führt die Erkrankung zu einem völligen Zusammenbruch der betroffenen Bienenvölker. Weil die Amerikanische Faulbrut so verheerende Auswirkungen auf Bienenvölker haben kann, ist sie in Deutschland anzeigepflichtig und wird staatlich bekämpft. Vor allem im nicht-europäischen Ausland ist die Amerikanische Faulbrut weit verbreitet und kommt in vielen Bienenvölkern vor. Eine staatliche Bekämpfung findet dort jedoch nicht statt - die Erkrankung wird mithilfe von Antibiotika lediglich unterdrückt. Dadurch kann Honig aus Drittländern, der auch in deutschen Supermarktregalen zu finden ist, Faulbrutsporen enthalten. Für Menschen sind diese völlig unbedenklich – heimische Honigbienen können sich jedoch daran infizieren.
Daher wird die Bevölkerung um Achtsamkeit und Mithilfe gebeten, um einen Eintrag der Sporen der Amerikanischen Faulbrut in heimische Bienenvölker zu verhindern. Bienen dürfen niemals mit Honig gefüttert werden - auch eine unabsichtliche Fütterung (z.B. durch offene Honiggläser beim Frühstück auf der Terrasse) sollte in jedem Fall unterbleiben. Leere Honiggläser, welche für den Altglas-Container bestimmt sind, sollten zuvor immer gründlich ausgespült werden. Empfehlenswert sind Pfandgläser von heimischen Imkern. Heimischer Honig ist in aller Regel nicht mit Faulbrutsporen belastet.
Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an Herrn Dr. Wolfgang Beinbauer (Tel: 08671 502-802, E-Mail: Wolfgang.Dr.Beinbauer@LRA-aoe.de) oder Frau Dr. Jasmin Numberger (Tel: 08671 502-804, E-Mail: Jasmin.Dr.Numberger@LRA-aoe.de).